Kurzvorstellung

Freundlich, aufgeweckt und aufgeschlossen, der Labrador – oder kurz genannt Labbi – ist ein angenehmer Begleiter für Singles, Paare oder Senioren. Er ist gerne aktiv und dennoch ein ruhiger und geduldiger Hund, der sich bestens an den Alltag des Menschen anpasst.

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Da er Kinder mag und für jeden Spaß zu haben ist, ist er außerdem der optimale Familienhund.

Geschichte des Labradors

Die ersten Ursprünge des Labradors findet man vermutlich im 17. Jahrhundert in Neufundland in Kanada. Bereits zu der Zeit hatte er unter anderem Vorfahren aus England und Portugal. Erst im 19. Jahrhundert kam der Labrador zur gezielten Zucht nach England. Dort entstand dann der Labbi, wie wir ihn heute kennen.

Genutzt wurde er schon im 17. Jahrhundert, um den Fischern zu helfen, später wurde er dann bei der Jagd auf Wasservögel eingesetzt. Seine Besonderheit: Er apportierte mit Eifer aus dem Wasser, egal bei welcher Temperatur.

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Labrador apportiert aus dem Wasser

FCI Klassifizierung

1954 wurde die Rasse Labrador durch den FCI anerkannt, er zählt zur FCI Gruppe 8 Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde.

Aussehen

Der Labrador ist ein mittelgroßer Hund mit einem harmonischen Körperbau. Er ist muskulös, hat einen breiten Kopf, eine dunkle Nase, Schlappohren und freundlich blickende, braune Augen. Markant ist außerdem seine Otterrute, welche am Ansatz sehr dick ist und dann dünner wird.

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Das Fell des Labbi ist kurz, dicht und eher hart, es ist nicht gewellt. Er besitzt eine gute Unterwolle, die wasserabweisend ist, somit kann er ganzjährig im Wasser schwimmen.

Die Rasse gibt es dabei in drei Farben: Schwarz, Schokobraun und Gelb. Die Farbe Gelb kann dabei von Creme bis Fuchsfarben gehen.

Charakter

Er mag Menschen jeden Alters, Kinder und ist sogar Fremden gegenüber freundlich. Der Labrador ist somit ein ausgeglichener, aufgeschlossener und zutraulicher Hund, der bestens als Familienhund geeignet ist.

Dazu ist er intelligent und aufgeweckt, wodurch er für zahlreiche Aufgaben geeignet ist. Dabei zeigt er immer wieder, wie gerne er vor allem mit seinen Menschen zusammenarbeitet. Sein ruhiges, geduldiges Wesen macht ihn besonders anpassungsfähig für den Alltag.

Trotz seiner sanften und rücksichtsvollen Art ist er aber auch gerne aktiv und dabei ausdauernd. Je nach Zucht steckt im Labrador auch jagdliches Interesse.

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Aufgrund seiner sozialen Fähigkeiten kommt er gut mit anderen Hunden klar und kann auch gerne als Zweithund gehalten werden.

Grundsätzlich ist er ein treuer Begleiter für Jung und Alt, der für jeden Spaß zu haben ist und die Zeit mit seinen Menschen genießt.

Pflege und Erziehung

Der Labbi ist pflegeleicht. Einzig sein Fell benötigt regelmäßig ein wenig Aufmerksamkeit. Im Schnitt sollte er einmal die Woche gebürstet werden. Zum Fellwechsel verliert er jedoch sehr viele Haare, hier ist dann ein vermehrtes Bürsten notwendig.

Einfache Reinigung

Setzen sich im Fell Schmutz oder Schlamm fest, so lassen sich diese mit klarem Wasser ganz leicht abspülen.

Tatsächlich ist der Labrador auch für Anfänger gut geeignet. Eine solide Grunderziehung ist zwar zwingend notwendig, da der Labbi jedoch sehr arbeitsfreudig und aufmerksam ist, funktioniert diese relativ leicht.

Er bewegt sich gerne und lange, seine Besitzer sollten also auch gerne aktiv sein. Der Labrador möchte sich dabei täglich rund ein bis zwei Stunden an der frischen Luft austoben und das bei Wind und Wetter. Lange Spaziergänge und Wanderungen sind daher ein optimaler Ausgleich für den aktiven Hund. Da er gerne schwimmt, kann man mit ihm auch einen Ausflug an einen Fluss, einen See oder ans Meer unternehmen.

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Zusätzlich zur körperlichen Betätigung bekommt der Labbi im Idealfall auch eine ausreichende geistige Beschäftigung. Er ist gerne im Hundesport aktiv, mag zum Beispiel Agility oder Mantrailing. Als apportierfreudiger Hund eignet sich natürlich auch das Dummytraining bestens als Ausgleich. Wer ausreichend Zeit hat, kann mit ihm auch an einer Rettungshundestaffel teilnehmen oder den Labrador als Begleithund ausbilden.

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Hat der Labbi jagdliches Interesse, so sollte dieses im Alltag berücksichtigt werden, in diesem Fall kann es zum Beispiel sein, dass er nicht ohne Leine laufen kann.

Futter

Häufige Allergien oder Unverträglichkeiten sind beim Labrador nicht bekannt, er ist, was die Auswahl des Futters betrifft, somit pflegeleicht. Allerdings ist er sehr verfressen und neigt unter anderem genbedingt zu Übergewicht.

Überfütterung

Es muss auf die Futtermenge geachtet werden, da der Labrador zu Übergewicht neigt und dieses unter anderem schädlich für die Gelenke des Hundes ist.

Wird er als Rettungs- oder Spürhund oder als Sporthund genutzt, so sollte er über das Futter ausreichend Energie und Nährstoffe erhalten.

Magendehnung

Der Labrador ist besonders gefährdet, eine Magendrehung zu bekommen! Eine Fütterung in kleineren Portionen kann daher sinnvoll sein. Außerdem sollte er nach dem Spaziergang gefüttert werden und sich nach dem Fressen ausruhen.

Besonderheiten in der Zucht

Bei der Labradorzucht gibt es mittlerweile zwei Linien, die Showlinie und die Arbeitslinie. Labbis aus der Showlinie werden meist als Familien- oder Begleithund genutzt, vom Körperbau sind sie eher etwas kompakter.

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Die Arbeitslinie wird hingegen vor allem für die Jagd, aber auch für Arbeiten bei Polizei und Zoll genutzt, Hunde aus dieser Zuchtlinie sind in der Regel etwas kleiner und dadurch wendiger sowie agiler.

Labrador als Arbeitshund

Sein freundliches Wesen, seine gute Nase und sein ausgeprägter Arbeitswille machen den Labrador zu einem guten Therapie-, Begleit- und Blindenführhund. Auch als Rettungshund oder Spürhund wird er gerne eingesetzt.

Weitere interessante Infos

Der Labrador kann auch zum Joggen oder zum Radfahren mitgenommen werden, hier sollte aber auf ein angemessenes Tempo sowie die Streckenlänge geachtet werden. Zu lange Strecken können sich auf die Gelenke des Labradors auswirken, in diesem Bereich ist die Rasse grundsätzlich anfällig.

Gelenkschonend ist hingegen das Schwimmen. Allerdings sollte dabei darauf geachtet werden, dass er keine Wasserrute bekommt, diese entsteht häufig vor allem durch lange Aufenthalte in sehr kaltem Wasser.

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