Kurzvorstellung

Ein gutmütiger, entspannter und zuverlässiger Begleiter für die ganze Familie, das ist der Berner Sennenhund. Ursprünglich für die Arbeit auf der Alm oder dem Hof genutzt, ist er heute ein toller Familienhund, der lange Spaziergänge und ausgiebige Kuscheleinheiten schätzt. Mit einer soliden Grunderziehung ist er darüber hinaus auch der perfekte Partner für Hundeanfänger.

Geschichte des Berner Sennenhundes

Wie der Name schon verrät, so kommt der Berner Sennenhund aus dem Kanton Bern in der Schweiz. Dort war seine ursprüngliche Aufgabe vor allem, Milch und Käse mit einem Karren von der Alm in das Tal zu bringen. Diese verantwortungsvolle Aufgabe übernahm er alleine, ohne Begleitung eines Menschen. Dazu wurde er häufig auf den Höfen als Wachhund genutzt.

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Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurde er als Dürrbächler bezeichnet. Erst seit 1907 wird er nach bestimmten Standards gezüchtet, 1913 folgte dann die Umbenennung in Berner Sennenhund.

FCI Klassifizierung

Der Berner Sennenhundes gehört zur FCI Gruppe 2 „Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde“.

Aussehen

er Berner Sennenhund ist ein großer, kräftiger Hund mit einem harmonischen Körperbau. Er hat mittellanges Fell, welches glänzt und schlicht oder leicht gewellt ist. Das Fell ist dabei dick mit einer ausgeprägten Unterwolle.

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Der Berner Sennenhund ist dreifarbig mit Schwarz als Grundfarbe sowie den Farben braun und weiß.

Die Augen sind mandelförmig und dunkelbraun, er hat dazu Schlappohren, welche nach vorne geneigt sind.

Die Rute ist dicht und buschig behaart und hängt lang herunter. In seinem gesamten Erscheinungsbild strahlt er Ruhe und Souveränität aus.

Charakter

Ruhig, selbstbewusst und ausgeglichen, so kann man den gutmütigen und entspannten Berner Sennenhund am besten beschreiben. Dazu ist er stets freundlich, auch Fremden gegenüber. Er ist anhänglich und braucht die Nähe zu seinen Menschen.

Da er sehr wachsam ist, beschützt er seine Familie in jeder Situation.

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Der Berner Sennenhund ist dazu sehr aufmerksam, intelligent und hat eine schnelle Auffassungsgabe. Dank seiner hohen Reizschwelle bringt ihn außerdem nichts so schnell aus der Ruhe.

Trotz aller Folgsamkeit hat er dennoch einen eigenen Willen, der daher kommt, dass er früher selbstständig arbeiten und Entscheidungen treffen musste. Der Jagdtrieb ist kaum bis gar nicht ausgeprägt.

Er kann gut mit Kindern umgehen und ist somit bestens als treuer Familienhund geeignet. Darüber hinaus kommt er gut mit anderen Hunden sowie anderen Haustieren zurecht.

Arbeitshund

Der Berner Sennenhund ist gutmütig und intelligent, daher wird seine Arbeit als Rettungshund, Fährtenhund und Therapiehund geschätzt.

Pflege und Erziehung

Das Fell ist sehr pflegebedürftig und muss zwei- bis dreimal die Woche gebürstet werden. Besonders während des Fellwechsels haart der Berner Sennenhund sehr stark. Dazu muss er im Frühjahr und Sommer regelmäßig auf Zecken abgesucht werden, da man diese im langen und dichten Fell nur schlecht sieht. Ebenso sollten Ohren und Augen regelmäßig kontrolliert werden.

Trotz seiner Größe und Körpermasse hat der Berner Sennenhund einen großen Bewegungsdrang und liebt lange Spaziergänge.

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Aufgrund seiner Größe und seines Körpergewichts ist es sinnvoll, mit ihm eine Hundeschule zu besuchen und eine solide Grunderziehung aufzubauen. Er benötigt Konsequenz und klare Regeln in Kombination mit einer liebevollen Erziehung.

Um ihn auszulasten, ist Hundesport möglich, allerdings mag er lieber ruhige und gemütliche Sportarten wie Dummytraining oder Suchspiele.

Mit einer guten Sozialisierung reagiert er auf Umweltreize souverän und gelassen, sodass er gut als Begleiter mit in die Stadt oder zu anderen Ausflügen mitgenommen werden kann. Da der Berner Sennenhund sehr anhänglich ist, bleibt er nicht so gerne allein. Dies sollte von Anfang an in kleinen Schritten gelernt werden.

Er fühlt sich außerdem in einem Haus mit Garten wohler als in einer beengten Wohnung. Es empfiehlt sich für Berner Sennenhunde außerdem ebenerdiges Wohnen, da sie keine oder nur kaum Treppen laufen sollten.

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Mit einer guten Grunderziehung und dem Besuch einer Hundeschule eignet sich der Berner Sennenhund auch für Anfänger.

Hitze im Sommer

Der Berner Sennenhund fühlt sich im Winter beziehungswiese bei kühlen Temperaturen wohler, da sein Fell sehr dick ist.

Im Sommer schwitzt er sehr schnell. Hier sollten nur kleine Spaziergänge gemacht werden oder man geht zum Baden an den See oder Fluss. Bei warmen Temperaturen bekommen die Hunde unter Umständen Kreislaufprobleme!

Futter

Der Berner Sennenhund neigt zu Übergewicht, daher sollte immer auf die passende Futtermenge geachtet werden. Gefütterte Leckerlis sollten dazu entsprechend von der Tagesration abgezogen werden.

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Ansonsten vertragen Berner Sennenhunde alle Futterarten, seine Besitzer können also frei entscheiden, ob sie ihm mit einem Trockenfutter, einem Nassfutter oder mit BARF füttern möchten.

Magendehnung

Um die Gefahr einer Magendrehung zu verringern, sollte er sich nach dem Fressen ausreichend ausruhen.

Berner Sennenhunde sind anfällig für Nierenerkrankungen, hier muss das Futter unbedingt durch einen Tierarzt oder einen Hundeernährungsberater auf die Erkrankung angepasst werden.

Besonderheiten in der Zucht

Die moderne Rassezucht legt den Schwerpunkt leider nicht mehr auf die Eigenschaften des Berner Sennenhundes, sondern vor allem auf die Dreifarbigkeit.

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Dies und teils Inzucht wirkt sich negativ auf die Lebenserwartung des gutmütigen Hundes aus. Ein Berner Sennenhund wird durchschnittlich nur 8 Jahre alt und muss darüber hinaus oftmals auch noch mit verschiedenen Krankheiten kämpfen.

Bei der Anschaffung eines Berner Sennenhundes sollte man daher unbedingt auf eine seriöse Zucht achten sowie darauf, dass die Vorfahrer ein Lebensalter von 10 Jahren erreicht haben.

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