Kurzvorstellung

Der Australian Shepherd, auch Aussie genannt, ist ein aktiver, lebhafter, intelligenter und vor allem fröhlicher Hund. Er ist ein treuer Gefährte, der geistige und körperliche Auslastung liebt und mit seinen Besitzern gerne auf neue Abenteuer geht.
Die noch recht junge Hunderasse eignet sich dabei sowohl für Singles als auch für Paare oder Familien – Hauptsache, die Besitzer sind gerne aktiv, lieben die Bewegung in der Natur und sind bereit, dem Australian Shepherd eine Aufgabe zu geben.
Geschichte des Australian Shepherd
Die Rasse, wie wir sie heute kennen, entstand nicht in Australien, sondern in den USA. Nur die ersten Wurzeln liegen in Australien, denn im 19. Jahrhundert wurden von britischen und baskischen Einwanderern Schäferhunde in das Land gebracht. Dort wurden sie dann mit australischen Windhunden, den Dingos, und Collies gekreuzt.
Später wurden die Hunde in die USA exportiert, wo sie wiederum unter anderem mit Dalmatinern und Bullterriern gekreuzt wurden. 1872 entstand so der Australian Shepherd, wie wir ihn heute kennen. Erst seit den 1970er Jahren ist der Aussie auch in Europa bekannt.
Vom FCI wurde die Rasse sogar erst 1996 anerkannt. Heute gibt es in der Zucht Arbeitslinien und Showlinien, daher kann auch das Aussehen des Australian Shepherds sehr unterschiedlich sein.
Aussehen
Das Fell ist mittellang, robust und wetterfest. Nässe, Kälte oder aber auch Hitze machen dem quirligen Vierbeiner nichts aus. Das Fell kann gerade oder leicht gewellt sein. Je nach Klima ist die Unterwolle unterschiedlich dicht.
Den Australian Shepherd gibt es in verschieden Farben. Grundtöne sind dabei schwarz und rot. Anerkannt sind auch die Farben Blue-Merle mit Schwarz als Grundfarbe sowie Red-Merle mit der Grundfarbe rot. Die Farbe weiß ist nur an bestimmten Körperstellen zulässig.
Der Aussie ist muskulös, aber nicht stämmig und hat eine hohe Beweglichkeit.
Die Augenfarbe ist Blau oder Braun. Beim Blue-Merle oder Red-Merle können die Augen auch zweifarbig sein, der Australian Shepherd hat dann also ein blaues und ein braunes Auge.
Die Ohren gibt es in verschiedenen Formen, unter anderem leicht herabhängend oder aber als Stehkippohren. Die Spitzen der Ohren sind aber in jedem Fall immer leicht abgerundet und dreieckig, ein klassisches Merkmal des Aussies.
Charakter
Der Australian Shepherd ist intelligent und körperlich sehr fit. Als Arbeitshunde gezüchtet, gehört er zur FCI Gruppe 1 Hütehunde und Treibhunde. Daher hat der Aussie auch heute noch einen oftmals ausgeprägten Hütetrieb sowie einen Beschützerinstinkt.
Er lernt schnell und ist mutig und aufmerksam. Er kann allerdings auch mal seinen eigenen Kopf haben, schließlich war es als Arbeitshund auch seine Aufgabe, selbstständige Entscheidungen zu treffen. Dazu hat er eine geringe Reizschwelle und ist sehr wachsam, ist der Australian Shepherd nicht richtig ausgelastet, so kann dies zu Nervosität und Unruhe führen.
Bei der richtigen Haltung und ausreichend fordernden Aufgaben kommt der Aussie auch bestens mit Kindern zurecht.
Pflege und Erziehung
Der Australian Shepherd benötigt wenig Pflege. Einzig das Fell muss regelmäßig gebürstet werden und ab und zu sollten die Haare zwischen den Pfoten gekürzt werden.
Der Aussie ist nicht unbedingt ein Anfängerhund, auch als Familienhund ist er nur eingeschränkt geeignet. Das liegt daran, dass der Australian Shepherd viel Auslastung benötigt, sowohl geistig als auch körperlich. Er sollte daher zu Besitzern kommen, die Spaß an der Bewegung in der Natur haben, denn der aktive Vierbeiner liebt lange Spaziergänge, Wanderungen oder ausgiebige Radtouren.
Um den Aussie geistig zu fordern, empfiehlt sich die Ausübung eines Hundesports wie Agility, Longieren, Mantrailing oder Dummytraining. Darüber hinaus arbeitet er auch gerne mit Pferden zusammen.
Wichtig ist in jedem Fall, dem Australian Shepherd eine Aufgabe zu geben. Macht man das nicht, dann sucht er sich selbst eine und diese fällt meist nicht so aus, wie wir Menschen uns das vorstellen. Bei der Erziehung ist es wichtig, geduldig und ruhig zu sein. Auch muss der Aussie lernen, im Alltag zur Ruhe zu kommen und abzuschalten.
Aussie als Arbeitshund
Da der Aussie sehr lernfähig ist, wird er auch als Begleithund für Gehörlose oder Blinde genutzt. Er kann außerdem als Fährten-, Drogen- oder Rettungshund ausgebildet werden.
Ein Haus mit Garten in ruhiger Gegend ist für den quirligen Vierbeiner besser geeignet als eine kleine Wohnung in der Großstadt. Das liegt nicht nur an seinem Bewegungsdrang, sondern auch daran, dann der Aussie sehr sensibel ist und Stadtlärm für ihn sehr anstrengend sein kann.
Der Australian Shepherd ist sehr sozial und kann sich mit dem Alleine bleiben schwertun. Ein Zweithund ist für ihn hingegen kein Problem.
Futter
Wenn der Hund gesund ist, gibt es bei der Fütterung keine Besonderheiten, auf die man achten muss. Ist der Australian Shepherd allerdings sehr aktiv, beispielsweise im Hundesport oder täglich mehrere Stunden draußen unterwegs, so sollte man darauf achten, dass er genug Kalorien und ausreichend Nährstoffe zu sich nimmt.
Besonderheiten in der Zucht
Besonders beliebt ist der Australian Shepherd auch in den Merle-Farben. Dieser Gendefekt kann jedoch Auswirkungen auf die Gesundheit der Hunde haben, unter anderem sind die Augen oftmals überempfindlich gegenüber heller Sonne.
Die Verpaarung von Merle-Hunden ist daher in Deutschland komplett verboten, sie gilt als Qualzucht. Hintergrund ist unter anderem, dass die Hunde taub oder blind werden könnten.
Wachstum
Der Australian Shepherd ist erst mit zwei bis drei Jahren komplett ausgewachsen, sowohl körperlich als auch geistig!